Über uns

Die Bundesmusikkapelle Landl besteht derzeit aus insgesamt 45 Musikanten und -innen mit einem gemeinsamen Hobby.

Besonders schätzen wir den Zusammenhalt zwischen Jung und Alt.

Ebenso erfreuen wir uns auch immer an einem konstanten Nachwuchs der Jungmusiker.

Unsere beiden Marketenderinnen, Vanessa und Verena, verwöhnen unsere Zuhörer stets mit Schnäpschen und guter Laune.

Zu unserem Repertoire zählen vor allem schwungvolle Polkas und flotte Märsche – natürlich kommen auch Fans moderner Stücke auf ihre Kosten. Kurzum: die Musik, die Stimmung macht!

Unser Ausschuss

Bei unserer Jahreshauptversammlung am 21.1.2022 wurde folgender Ausschuss (wieder)-gewählt:

Ausschuss BMK Landl

v.l.n.r.
Kapellmeister: Christian Pfluger (christian.pfluger@aon.at)
Obmann: Christoph Lamprecht (lamprecht_christoph@hotmail.com)
Kassier: Norbert Gruber
Kassier Stv.: Christoph Berger
Obmann Stv., Notenwart + Vereinsadmin: Christoph Pirchmoser
Jugendwart: Maria Bellinger (maria.bellinger@aon.at)
Schriftführer-Stv.: Tobias Pfluger
Schriftführer : Sabine Seeleitner
Kapellmeister Stv.: Hans-Peter Pirchmoser
Instrumenten- + Kleiderwart: Dietmar Pirchmoser

Unsere Geschichte

Es war einmal…

1855…
Vor mehr als 150 Jahren, anno 1855, als sich wackere, musikbegeisterte Männer darum bemühten, in dem kleinen Dorf Landl unter schwierigen Umständen eine Musikkapelle zu gründen. Die 12 Gründungsmitglieder, die dieses Werk begonnen haben, verdienen es, hier namentlich genannt zu werden. Es waren dies:

  • Johann Leitner, Ascher (Kapellmeister)
  • Alois Widmoser, Klausmeister
  • Johann Sieberer, Böndl
  • Andrä Gruber, Böndl
  • Johann Sieberer, Glarch
  • Andrä Widmoser, Klausmeister
  • Nikolaus Lechner, Strein
  • Peter Leitner, Ascher
  • Paul Sieberer, Glarcherhäusl
  • Johann Widmoser, Klausmeister
  • Alois Sieberer, Glarch
  • Ignaz Jäger, Böndl

    Diese, der damaligen Zeit entsprechend stattliche Zahl von Musikern, wurde von Johann Leitner und später von Nikolaus Lechner als Kapellmeister bis zur Jahrhundertwende geführt. Die Ausrückungen während dieser Zeit erstreckten sich auch auf das kirchenmusikalische Gebiet, was heute noch im Notenarchiv des Landler Kirchenchors ersichtlich ist.

1901…
Im Jahr 1901 übernahm Alfons Sieberer, Sohn des Gründungsmitgliedes Alois Sieberer, als Kapellmeister die Führung. Durch finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung war es dem überaus talentierten Kapellmeister möglich, eine leistungsfähige Kapelle aufzubauen. Sieberer komponierte selbst Musikstücke, von denen heute noch einige vorhanden sind.…

1914…
Nur etliche frohe, aber auch arbeitsreiche Musikjahre waren der Kapelle gegönnt und schon zogen schwere Kriegswolken am Himmel auf. Zum letzten Mal für unbestimmte Zeit spielte die Kapelle am 2. August 1914, als sie die heimattreuen Männer bis Kufstein begleitete.

1918…
Vier Jahre war die Kapelle verwaist und große Lücken hatte der Krieg in die Reihen gerissen, als sie 1918 von Kapellmeister Alfons Sieberer weitergeführt wurde.

1922…
1922 musste Kapellmeister Alfons Sieberer aus gesundheitlichen Gründen seine musikalische Tätigkeit aufgeben und Melchior Sieberer, Böndl, übernahm die Nachfolge
. Kapellmeister Melchior Sieberer war außerordentlich tüchtig, spielte selbst wie sein Vorgänger die Bassflügelhorn-Stimme und bildete während seiner Amtszeit über 30 Jungmusiker aus.

1924…
Durch unermüdliche Probenarbeit für Ausrückungen in der Heimat und im benachbarten Bayern sowie der tatkräftigen Unterstützung der Bevölkerung konnten 1924 neue Uniformen (grauer Rock und grauer Hut) angeschafft werden.

1936…
Große Sorge hatte die Kapelle 1936, als die Uniformen, ein Nachkriegsprodukt, nicht mehr verwendbar waren.

1938 – 1945
In der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung konnte in dieser wirtschaftlich schlechten Zeit die Erneuerung bewältigt werden. 1938 verstand es Kapellmeister Melchior Sieberer, politische Zerwürfnisse von der Kapelle fern zu halten. Leider mussten ein Jahr später viele Kameraden an die Front. All zu oft wurde in den Kriegsjahren den in der Heimat verbliebenen Musikern die Pflicht zuteil, den gefallenen Kameraden die letzte musikalische Ehre zu erweisen. 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, bemühte sich Kapellmeister Melchior Sieberer mit Erfolg, die Kapelle wieder zu verstärken.

1946…
Am 30. März 1946 wurde die erste Generalversammlung abgehalten, die Vereinssatzungen erneuert und eine Neuwahl durchgeführt. Da Kapellmeister Melchior Sieberer und Obmann Josef Lechner, Glarch, vom Vorstand zurücktraten, wurden Wendelin Mairhofer, Neuhaus, als Obmann, Andreas Lechner sen., Lechnerhäusl, als Kapellmeister, und Alois Thaler, Glarch, als Schriftführer und Kassier für die Führung der Musikkapelle gewählt. Kaum übersehbar sind die unzähligen Aufzeichnungen in den Protokollbüchern über Proben und Ausrückungen der Musikkapelle bis zum heutigen Tage.

1949…
Es soll aber erwähnt sein, dass im Sommer 1949 mit vereinten Kräften das vereinseigene Probelokal, das jetzige Musikheim Landl, fertiggestellt werden konnte.

1953…
1953 trat die Kapelle erstmals in der heutigen Tracht an die Öffentlichkeit.

1975…
Mit der Instrumentenweihe im Mai 1975 konnte die Umstimmung von der Hohen- auf die Normalstimmung erfolgreich abgeschlossen werden.

1980…
Im Jahr 1980 feierte die Musikkapelle ihr 125 Jahr-Jubiläum, zu dem zahlreiche Ehrengäste begrüßen werden konnten. Ein umfangreiches Fest rundete den Geburtstag ab.

2001…
Im Jahr 2001 ist es der Gemeindeführung von Thiersee gelungen, ein an das derzeitige Vereinsheim angrenzendes Grundstück zu erwerben.

2005…
Im Jahr 2005 gab es gleich zwei Gründe zum Feiern – im Juni wurde das neue Vereinsheim von Landl seiner Bestimmung übergeben. Mit dabei war natürlich die ganze Bevölkerung von Landl sowie zahlreiche Freunde und Bekannte aus Nah und Fern. Neben der Feuerwehr Landl und der Bergwacht Thiersee hat nun auch die Landler Musikkapelle ein neues, den aktuellen Anforderungen entsprechendes Musikheim.

Vom 12. bis 14. August feierten wir zum zweiten Mal – wir wurden 150 Jahre. Ein Fest, das die Organisatoren unseres Vereines ganz schön ins Schwitzen brachte, wurde zum großen Erfolg. Mehrere tausend Besucher kamen am Freitag und Samstag – am Höhepunkt des Festes, dem Sonntag, verwandelten die geladenen Vereine aus Landl/Steiermark, Calle/Sauerland, aus Bayern und ganz Thiersee das Dorf in ein Trachtenmeer. Bei optimalen Wetterbedingungen feierten wir zuerst eine Feldmesse am Schwimmbad, ehe es nach dem Festumzug mit Defilierung im Festzelt hoch herging. Wann die letzten Gäste das Zelt verließen, lässt sich nicht mehr feststellen. Eins war aber fix: die Sonne strahlte nicht mehr vom Himmel.

… im Jubiläumsjahr 2005
42 Mitglieder und 2 Marketenderinnen stark – so groß wie noch nie!

Unser Probelokal

Probelokal BMK Landl

So sieht es aus – unser neues Vereinshaus in Landl. Und wir sind mächtig stolz darauf. Natürlich sind wir in diesem großen Gebäude nicht allein untergebracht. Neben der Musikkapelle nennen die Bergwacht Thiersee und die Feuerwehr Landl das neue Haus ihre Heimat. Aber das war nicht immer so.

Zur Vorgeschichte…
Schon seit Jahrzehnten ist die Musikkapelle Landl im Besitz eines eigenen Vereinsgebäudes. Gemeinsam mit den Räumlichkeiten der Feuerwehr bewohnten wir ein kleines unscheinbares Gebäude in Landl direkt neben der Landesstraße. Ein schmaler Eingang, Toiletten und ein etwa 45 m² großer Proberaum standen den mittlerweile fast 40 Musikantinnen und Musikanten zur Verfügung . Verwöhnt sein gab es da nicht. Eine stets steigende Mitgliederzahl sowie der wachsende Bedarf an neuen Instrumenten, vor allem im Schlagzeug-Bereich, machten ein angenehmes Proben-Klima manchmal unmöglich. Es war für uns undenkbar, eigene Pauken zu besitzen – allein der Platzbedarf dafür war einfach nicht gegeben. Ähnliche Herausforderungen begleiteten uns quer durch die Reihen.

Es gab also nur zwei Richtungen: den Kopf in den Sand stecken und sich mit der Situation zufrieden geben, oder den Blick in die Zukunft richten und für uns und die kommende Vereinsgeneration eine optimale Umgebung schaffen. Getrieben vom Ehrgeiz wählten wir natürlich letzteren Weg. Unter der damaligen Vereinsführung von Dietmar Pirchmoser steckten wir die Rahmenbedingungen ab. Unter steter Kleinarbeit und strategisch gekonnten Schachzügen ist es der damaligen Vereinsführung zu verdanken, dass unter der Führung von Obmann Werner Grones der Abriss des alten Vereinsgebäudes und der damit verbundene Neubau eines Vereinsheimes in Landl seitens des Gemeinderates von Thiersee bewilligt wurde.

Das Ergebnis kann sich nun sehen lassen. Ein Problelokal mit ca. 110 m² Ausmaß, ein Notenarchiv, ein Instrumentenarchiv, ein Kleiderarchiv, ein Aufenthaltsraum sowie entsprechende Nass-Einheiten. Im Frühjahr 2005 wurden die Räumlichkeiten bezogen und natürlich mit einem Tag der offenen Tür allen interessierten Musikfreunden präsentiert.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal recht herzlich bei allen, die den Neubau ermöglicht haben.

Unser Pavillon

Pavillon Landl, Thiersee

Besonderheit stellt unser Musikpavillon direkt am Schwimmbad in Landl dar. Allein vom Baustil unterscheidet er sich von anderen Projekten dadurch, dass die Zuhörer und Musikanten unter einem Dach sitzen. Und das zur Freude aller…

Das Schwimmbad in Landl ist leicht zu finden. Es ist direkt von der Landesstraße aus sichtbar, wobei auffällt, dass direkt am Wasser ein größeres Bauwerk steht – darin befinden sich das Buffet, der Musikpavillon und auch der Sitzbereich für die Zuhörer. Und das alles unter einem Dach. Ja, bei uns sitzen auch die Zuhörer nicht unterm freien Himmel.

Jeden Freitag im Sommer ein kleines Volksfest…
Viele Landler können es kaum erwarten, bis der Juli ins Land zieht. Denn da beginnt die Platzkonzert-Saison. Es ist eine Freude, wenn man die strahlenden Gesichter unter den Besuchern sieht. Nein – sie kommen nicht allein wegen uns. Sie kommen auch deshalb, weil sie Freunde treffen. Am Freitag lassen sie den Alltag hinter sich und genießen bei einem gegrillten Schopf und Pommes sowie einer halben Bier den Beginn des Wochenendes. Die Musik gehört dazu, keine Frage. Aber die Kulisse und das besondere Flair machen unsere Platzkonzerte beinahe zu einem Erlebnis. Und das lieben wir an unserem Musikpavillon.

Ein Schnapserl gefällig?
Ja, das gehört auch dazu. Unsere Marketenderinnen haben in ihren Fässern etwas ganz genüssliches drin. Gerne schenken sie ihren edlen Brand an die Zuhörer aus – aber Achtung: rasch übersieht man den Überblick und die Wurschtichkeitsphase tritt ein. Prost!

Und wann beginnen die Platzkonzerte?
Nichts einfacher als das – schaut einfach in unseren Terminen nach, dort steht alles weitere. Wir freuen uns auf euer Kommen!